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KSB Soest e.V.
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KSB Soest veranstaltet 1. Roundtable "Bildung braucht Bewegung"

Sport hat etwas mit Bildung zu tun. Hierfür ein Bewusstsein zu schaffen ist das Anliegen der Funktionsträger, die im Kreis Soest im Sport organisiert sind. Jetzt trafen sich auf Einladung des Kreissportbundes (KSB) die KSB-Referenten mit Vertretern aus den Stadt- und Gemeindesportverbänden und Politikern zum 1. Roundtable „Bildung braucht Bewegung“ im Freigeist-Tagungscenter in Soest.

Viele neue Ansätze und Wege wurden diskutiert. Wie wird der Sport als Bildungsträger wahrgenommen? Und wie kann man ihn stärker in Schulen und in der Politik einbringen?.

Zum gemeinsamen Austausch regten die Gesprächsimpulse von Dr. Nils Neuber, Fachbereich Kinder- und Jugendsportentwicklung an der Wilhelms-Universität Münster, an. Kein anderer Bereich binde Kinder und Jugendliche so stark wie die Sportvereine. „In ihnen sind 90 Prozent aktiv“, so Neuber. Aber der Sport würde noch viel zu wenig als Bildungspartner wahrgenommen, er müsse neu definiert werden. Mehr im Firmensport, weniger im Schulsport.

In den Fokus rückten auch die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Sportangebote an den Ganztagsschulen (GTS). Man sei auf einem guten Weg, doch bestehe Ausbaubedarf. Obwohl Sport der häufigste Kooperationspartner an den GTS sei, würden nicht die Sportvereine, sondern oft kommerzielle, teurere Einrichtungen engagiert. Hier sollten Schulleitungen stärker auf die qualifizierte Arbeit und das große Potential der Vereine zurückgreifen.

Und in welchen Bereichen sind Sportvereine bereits Bildungspartner? Hierzu rückte KSB-Geschäftsführerin Sabine Homann die hauptberufliche Arbeit innerhalb der Sportorganisationen in den Fokus. Der KSB sei erster Ansprechpartner für die Vereine bei Anträgen, in rechtlichen Fragen oder Fortbildungen. Noch würde der KSB politisch nicht genügend wahrgenommen. Hier wünsche man sich eine stärkere Vertretung in den politischen Gremien, gleichwohl ohne Stimme, wo der Blick nicht nur auf Fußball, sondern auch auf den Breitensport gelenkt werden solle.

Zum Abschluss stellte Julia Hiedels das Bildungsprofil der Sportjugend im Kreis Soest vor, das die Vereine und Sportbünde in ihren Angeboten unterstützt. Von der Kooperation könnten über 80 000 organisierte Kinder und Jugendliche im Kreis profitieren.