Gleichberechtigte Teilhabe am Sport

Wie funktioniert das?

Theoretisch ist klar: Organisiertes Sporttreiben begünstigt Inklusion. Im Sportverein können Menschen mit Behinderung Vertrauen entwickeln, erfahren Selbstwirksamkeit, bekommen aber auch Unterstützung, wo sie verlangt wird. Sie haben Teil an einer Gemeinschaft, die Vielfalt lebt.

Und praktisch? Hunderte Sportvereine in NRW arbeiten „inklusiv“ – ob sie es so nennen oder nicht. Viele andere halten sich zurück, suchen vielleicht Antworten auf berechtigte Fragen. Etwa: Wie fügen sich lernbeeinträchtigte Jugendliche in eine Trainingsgruppe ein? Wie werde ich motorisch eingeschränkten Kindern gerecht – und zugleich den leistungsorientierten?

Tatsächlich hat das vom LSB NRW und dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW initiierte Modellprojekt „Sport und Inklusion im Verein“ gezeigt, dass es spezieller Ansätze und Kompetenzen bedarf, um den durchaus verschiedenen Bedürfnissen von Sportlern mit und ohne Behinderung zu entsprechen.


Fördermittel Inklusion

Fördermittel

1000x1000 Inklusion

Seit 2016 unterstützen die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und der LSB NRW den inklusiven Einsatz von Sportvereinen. Die Förderung im Rahmen des Landesprogramms „1000 x 1000“ dient dazu, Vereinen zum Beispiel Folgendes zu erleichtern:

  • Entwicklung sportlicher und/oder geselliger Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung,
  • Akquise, Qualifikation und Fortbildung von Leiter*innen inklusiver Gruppen und Kurse;
  • Anschaffung zusätzlicher Geräte für inklusive Spiel- und Bewegungsangebote;
  • Erarbeiten barrierefreier oder -armer Vereinsinformationen (Homepage in Leichter Sprache, Videos in Gebärdensprache, Broschüren in Blindenschrift und ähnliches).

 

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DOSB-Fördertopf

Seit dem 1. Januar 2021 können Sportvereine gezielt Vereinsprojekte zur Mitgliederbindung und -gewinnung sowie zum Erhalt der einzigartigen Vereinskultur einstellen, die dann durch den #SupportYourSport-Fördertopf der Sportdeutschland-Crowd unterstützt werden. Die Sparkassen-Finanzgruppe, Top Partner von Olympia Team Deutschland und Team Deutschland Paralympics, unterstützt nicht nur den Spitzensport, sondern den Sport in seiner gesamten Breite. Mit rund 90 Mio. Euro jährlich ist die Sparkassen-Finanzgruppe der größte nichtstaatliche Sportförderer in Deutschland.

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Quelle: DOSB

Fördermittel für inklusives Sportmaterial

Dieses Förderprogramm soll es motivierten Vereinen und anderen gemeinnützigen Institutionen erleichtern, neue inklusive Angebote ins Leben zu rufen und somit für ein „Mehr“ an Inklusion in NRW zu sorgen. Zu diesem Zweck werden die Anschaffungskosten für Sportmaterialien, die benötigt werden, um inklusive Angebote zu eröffnen, mit mind. 500€ bis max. 2000€ bezuschusst.

Das Förderprogramm des DJK Sportverband Köln e.V. ist Teil des Landesaktionsplans „Sport und Inklusion in Nordrhein-Westfalen 2019 bis 2022 – Gemeinsam für eine inklusive Sportlandschaft“ und wird durch Finanzmittel des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht.

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Quelle: DJK DV Köln

Heinz-Kettler-Stiftung

Stiftung zur Förderung des Behindertensports:

1. Finanzielle Unterstützung von behinderten Sportlern, um diesen die Ausübung einer sportlichen Betätigung sowie die Teilnahme an Wettkämpfen zu ermöglichen.

2. Finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen im Bereich der Rehabilitation und zur Förderung der gesellschaftlichen Anerkennung von Sportlern mit Handicap.

3. Bereitstellung geeigneter Sporteinrichtungen. Die Förderung von Forschung und Entwicklung von behindertengerechten Sportstätten und Sportgeräten.

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Aktion Mensch

Fördermittel im Lebensbereich Freizeit

"Wir möchten, dass sich Menschen mit und ohne Behinderung überall in der Freizeit begegnen – ob beim Sport oder bei kulturellen Veranstaltungen. Deswegen fördern wir inklusive Tanz-, Musik- und Theaterprojekte, Ferienreisen, Sportangebote und Netzwerke, die inklusive Angebote aufbauen möchten – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung."

Hier geht's zu den Förderprogrammen von Aktion Mensch.

 

Quelle: Aktion Mensch

Soziale Teilhabe - Persönliches Budget

Im Rahmen von inklusiven Sportangeboten können Menschen mit Behinderungen  ggf. ein persönliches Budget (p.B.) beantragen im Rahmen der sozialen Teilhabe. Das kann z.B. eine Assistenz sein, die die Menschen zu den Angeboten begleitet und sie in Ihren Bedarfen unterstützt. Denkbar ist: z.B. Fahrdienst, Hilfe beim Umkleiden, ggf. auch Hilfsmittel, die für den Sport notwendig sind etc..

Die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) Kreis Soest berät die Ratsuchenden bzw. Sportinteressierten gerne zu diesem Thema. Ansprechpartnerin ist Monika Stiebing, 0 29 21 - 9 44 10 77, monika.stiebing@eutb-kreis-soest.de

Das p.B. ist eine Individualleistung, d.h. die/der Budgetnehmer*in bekommt die Leistung damit sie/er sich dann die entsprechenden Unterstützungsangebote einkaufen kann, die sie/ er für die Teilnahme am Sport benötigt. Es gibt keine Leistungen für Vereine über das p.B..

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Best-Practice-Beispiele

Best-Practice-Beispiele

Yachtclub Möhnesee

Inklusions-Segeln auf dem Möhnesee

In der WDR Lokalzeit wurde ein Bericht über den Yachtclub Möhnesee ausgestrahlt. Ein junger rollstuhlfahrender Mann wird bei seinem ersten „Segeltörn“ auf dem Möhnesee begleitet.

Schauen Sie mal rein:

https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalzeit/suedwestfalen/videos/video-lokalzeit-suedwestfalen---1692.html

Dies ist nur eine von vielen tollen inklusiven Aktionen, die der Yachtclub auf die Beine stellt. Der Yachtclub Möhnesee ist Vorreiter im Kreis Soest, was das Thema Inklusion im Sportverein angeht. Von 0 auf Hundert in enorm kurzer Zeit. Der Yachtclub hat mit viel Manpower großes auf die Beine gestellt. Inklusion wird im Verein gelebt und ist selbstverständlich. Ob sehbehinderte, psychisch oder körperlich beeinträchtige Menschen - jeder bekommt die Möglichkeit zu segeln.

Eine super Werbung für den Inklusionssport!

Hier geht's zum Yachtclub Möhnesee.


Handbuch "Teilhabe VEREINfacht - So gelingt der Sport für alle"

Zum Handbuch


Handbuch Übungsleiter-C in leichter Sprache

Allen Personen soll der Zugang zu unseren Qualifizierungsmaßnahmen  ermöglicht und Barrieren abgebaut werden.
Im Rahmen des Landesaktionsplans Sport und Inklusion hat der LSB NRW mit Unterstützung der Staatskanzlei NRW die Neuentwicklung des Handbuchs Basismodul in leichter Sprache auf den Weg gebracht.

Hier geht's zur barrierefreien PDF.


Wie können wir die Sportwelt in NRW dauerhaft inklusiver gestalten?

Mehr dazu hier.

Ihre Ansprechpartnerin

Nadine Schmidt

Fachkraft                                                                            "Inklusion im Sport"

Bürozeiten:                                                                                     Mo-Do 8.00 Uhr - 16.00 Uhr,   Fr. 8.00 - 12.00 Uhr

 

Bahnhofstr. 2, 59494 Soest

Tel.: 0 29 21 / 31 93 151

Email: