Gleichberechtigte Teilhabe am Sport

Wie funktioniert das?

Theoretisch ist klar: Organisiertes Sporttreiben begünstigt Inklusion. Im Sportverein können Menschen mit Behinderung Vertrauen entwickeln, erfahren Selbstwirksamkeit, bekommen aber auch Unterstützung, wo sie verlangt wird. Sie haben Teil an einer Gemeinschaft, die Vielfalt lebt.

Und praktisch? Hunderte Sportvereine in NRW arbeiten „inklusiv“ – ob sie es so nennen oder nicht. Viele andere halten sich zurück, suchen vielleicht Antworten auf berechtigte Fragen. Etwa: Wie fügen sich lernbeeinträchtigte Jugendliche in eine Trainingsgruppe ein? Wie werde ich motorisch eingeschränkten Kindern gerecht – und zugleich den leistungsorientierten?

Tatsächlich hat das vom LSB NRW und dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW initiierte Modellprojekt „Sport und Inklusion im Verein“ gezeigt, dass es spezieller Ansätze und Kompetenzen bedarf, um den durchaus verschiedenen Bedürfnissen von Sportlern mit und ohne Behinderung zu entsprechen.


Fortbildung "Inklusion im und durch den Sport - Leichter als du denkst"

Inklusion – Im Allgemeinen ist der Begriff zeitgerecht und umfasst ein sehr komplexes Thema. Die Fortbildung zeigt, wie Inklusion im Verein, in der Gruppe, aber auch im privaten Umfeld gelingen kann.

Neben der Selbsterfahrung und dem Erlebnis des Sports mit Sinnesbehinderungen, kognitiven Beeinträchtigungen oder verschiedenen funktionellen Beeinträchtigungen steht das didaktisch – methodische Handeln im Vordergrund. Dazu werden spielerische Übungsformen und kleine Bewegungsspiele als Grundlage genutzt.

In der Fortbildung werden Ideen zur Stundengestaltung, die Abwandlung von Spielen, sowie Differenzierungsmöglichkeiten im Sport dargestellt und mit den Teilnehmern gemeinsam erarbeitet.

Neue Spiele wie Cross-Boccia, Kin – Ball oder Tischvolleyball mitsamt der Variationen werden in der Gruppe selbst erlebt und reflektiert.

Durch das Vorhandensein verschiedener Hilfsmittel (Rollatoren, Rollstühle) gibt es auch die Möglichkeit, diese in die Planung der Sport- und Bewegungsangebote mit einzubeziehen und Ideen direkt auszuprobieren. Die Inhalte werden praxisnah dargestellt und auch theoretisch (z.B. über ausgewählte Behinderungsarten und Krankheitsbilder) eingerahmt. 
 

Wann: Dienstag, 26. April 2022, 18:00 – 21:30 Uhr (4 LE)

Wo: Turnhalle der Sälzergrundschule Bad Sassendorf
 

Zielgruppe:

Übungsleiter*innen C, Referent*innen, Lehrer*innen, Therapeut*innen und Fachkräfte der pädiatrischen Rehabilitation
 

Hinweise:
Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet in Kooperation mit dem BRSNW und dem LSB NRW statt. Er wird gefördert über den Landesaktionplan NRW.
Es werden 4 Lerneinheiten zur Lizenzverlängerung angerechnet.


Anmeldung bis zum 11.04.2022 unter www.sbw-soest.de (Fortbildungen 1. Lizenzstufe Kinder & Jugendliche) oder per Mail an nadine.schmidt@ksb-soest.de.

Informationen bei Nadine Schmidt unter Tel. 02921 3193151.


Fördermittel Inklusion

Fördermittel

1000x1000 Inklusion

Seit 2016 unterstützen die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und der LSB NRW den inklusiven Einsatz von Sportvereinen. Die Förderung im Rahmen des Landesprogramms „1000 x 1000“ dient dazu, Vereinen zum Beispiel Folgendes zu erleichtern:

  • Entwicklung sportlicher und/oder geselliger Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung,
  • Akquise, Qualifikation und Fortbildung von Leiter*innen inklusiver Gruppen und Kurse;
  • Anschaffung zusätzlicher Geräte für inklusive Spiel- und Bewegungsangebote;
  • Erarbeiten barrierefreier oder -armer Vereinsinformationen (Homepage in Leichter Sprache, Videos in Gebärdensprache, Broschüren in Blindenschrift und ähnliches).

 

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DOSB-Fördertopf

Seit dem 1. Januar 2021 können Sportvereine gezielt Vereinsprojekte zur Mitgliederbindung und -gewinnung sowie zum Erhalt der einzigartigen Vereinskultur einstellen, die dann durch den #SupportYourSport-Fördertopf der Sportdeutschland-Crowd unterstützt werden. Die Sparkassen-Finanzgruppe, Top Partner von Olympia Team Deutschland und Team Deutschland Paralympics, unterstützt nicht nur den Spitzensport, sondern den Sport in seiner gesamten Breite. Mit rund 90 Mio. Euro jährlich ist die Sparkassen-Finanzgruppe der größte nichtstaatliche Sportförderer in Deutschland.

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Quelle: DOSB

Fördermittel für inklusives Sportmaterial

Dieses Förderprogramm soll es motivierten Vereinen und anderen gemeinnützigen Institutionen erleichtern, neue inklusive Angebote ins Leben zu rufen und somit für ein „Mehr“ an Inklusion in NRW zu sorgen. Zu diesem Zweck werden die Anschaffungskosten für Sportmaterialien, die benötigt werden, um inklusive Angebote zu eröffnen, mit mind. 500€ bis max. 2000€ bezuschusst.

Das Förderprogramm des DJK Sportverband Köln e.V. ist Teil des Landesaktionsplans „Sport und Inklusion in Nordrhein-Westfalen 2019 bis 2022 – Gemeinsam für eine inklusive Sportlandschaft“ und wird durch Finanzmittel des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht.

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Quelle: DJK DV Köln

Aktion Mensch

Fördermittel im Lebensbereich Freizeit

"Wir möchten, dass sich Menschen mit und ohne Behinderung überall in der Freizeit begegnen – ob beim Sport oder bei kulturellen Veranstaltungen. Deswegen fördern wir inklusive Tanz-, Musik- und Theaterprojekte, Ferienreisen, Sportangebote und Netzwerke, die inklusive Angebote aufbauen möchten – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung."

Hier geht's zu den Förderprogrammen von Aktion Mensch.

 

Quelle: Aktion Mensch

Soziale Teilhabe - Persönliches Budget

Im Rahmen von inklusiven Sportangeboten können Menschen mit Behinderungen  ggf. ein persönliches Budget (p.B.) beantragen im Rahmen der sozialen Teilhabe. Das kann z.B. eine Assistenz sein, die die Menschen zu den Angeboten begleitet und sie in Ihren Bedarfen unterstützt. Denkbar ist: z.B. Fahrdienst, Hilfe beim Umkleiden, ggf. auch Hilfsmittel, die für den Sport notwendig sind etc..

Die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) Kreis Soest berät die Ratsuchenden bzw. Sportinteressierten gerne zu diesem Thema. Ansprechpartnerin ist Monika Stiebing, 0 29 21 - 9 44 10 77, monika.stiebing@eutb-kreis-soest.de

Das p.B. ist eine Individualleistung, d.h. die/der Budgetnehmer*in bekommt die Leistung damit sie/er sich dann die entsprechenden Unterstützungsangebote einkaufen kann, die sie/ er für die Teilnahme am Sport benötigt. Es gibt keine Leistungen für Vereine über das p.B..

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Handbuch "Teilhabe VEREINfacht - So gelingt der Sport für alle"

Zum Handbuch


Wie können wir die Sportwelt in NRW dauerhaft inklusiver gestalten?

Mehr dazu hier.

Ihre Ansprechpartnerin

Nadine Schmidt

Fachkraft                                                                            "Inklusion im Sport"

Bürozeiten:                                                                                     Mo-Do 8.00 Uhr - 16.00 Uhr,   Fr. 8.00 - 14.00 Uhr

Beratung nur nach Absprache, da Außentermine möglich

Bahnhofstr. 2, 59494 Soest

Tel.: 0 29 21 / 31 93 151

Email: